DIVERCITY Realitäten Konzepte Visionen

Bundesfachkongress Interkultur DIVERCITY Realitäten_Konzepte_Visionen: FACHFORUM 3 Bildung, Rassismus und Diskriminierung: Wenn sich Erfahrungen überschneiden

Zum vierten Mal in Folge findet vom 24. bis 26.10.2012 der Bundesfachkongress Interkultur statt. In diesem Jahr ist Hamburg der Austragungsort des im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Fachkongresses. DIVERCITY: Kulturelle Vielfalt ist in Deutschland längst Realität. Die Hafenstadt Hamburg ist als Tor zur Welt schon seit Jahrhunderten ein Zentrum für Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen. Mit seinen großen Stadtentwicklungsprojekten der HafenCity und der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg auf der Elbinsel Wilhelmsburg sowie vielen interkulturellen Initiativen ist die Stadt in Bewegung – und damit ein idealer Austragungsort für den vierten Bundesfachkongress Interkultur.

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die aktuellen Realitäten und Herausforderungen unserer Gesellschaft. Ein Paradigmenwechsel scheint notwendig: weg von einer vorwiegend an Defiziten orientierten Integrationspolitik hin zur Erschließung von Potenzialen kultureller Vielfalt für unsere Gesellschaft. „Diversity Management“ und dessen vielschichtige Gestaltungsdimensionen stehen dafür im Zentrum der Diskussion. Die Kongressgäste erwarten interessante Vorträge und Fachforen sowie ein umfassendes Kulturprogramm.

Bildung, Rassismus und Diskriminierung: Wenn sich Erfahrungen überschneiden.

Das Fachforum 3 versucht folgende Fragen zu beantworten: Wie können wir heute über Rassismen sprechen angesichts von Intersektionalität – der Verflechtung und Überschneidung von Identitätsdiskursen und einer globalen ungleichen Entwicklung? In einer offenen Diskussion werden Einblicke in die praktische, nationale und internationale Rassismusforschung geboten. Impulsreferate stellen die sich überschneidenden Identitätsdiskurse vor. So wird z.B. 'Kindheit' in Migrantenfamilien und ethnisch gemischten Haushalten thematisiert. Es werden Fragen der Überschneidung von Diskriminierungsmerkmalen und der Diversity-Pädagogik ebenso erörtert wie Identitätskonstruktionen von Individuen und Organisationen. Der Nachmittag widmet sich dem Thema „Die anderen Deutschen: Kultur, Rassismus und Schule“. Es werden Intersektionen in der Schule herausgearbeitet, und es wird der Frage nachgegangen, welche Folgen sie für Lehrer/innen und Schüler/innen im Schulalltag haben. Nach einer thematischen Einführung durch die beiden Projektpartner Netzwerk Rassismus an Schulen und crearTaT wird das Thema in wechselnden Diskussionsrunden nach der „Worldcafe“-Methode weiter bearbeitet.

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