Der Verein

Hier finden Sie Informationen zum eingetragenen Verein "Institut für Migrations- und Rassismusforschung e.V." und seiner Gemeinnützigkeit.

Satzung des iMiR

INSTITUT FÜR MIGRATIONS- UND RASSISMUSFORSCHUNG

SATZUNG

  1. Name und Sitz Der Verein hat den Namen „Institut für Migrations- und Rassismusforschung“. Er ist ins Vereins­register einzutragen. Mit der Eintragung erhält sein Name den Zusatz „eingetragener Verein“. Der Verein hat seinen Sitz in der Hansestadt Hamburg.
  2. Ziele und Aufgaben
    1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
    2. Ziel des Vereins ist die Erforschung von Ursachen und Folgen internationaler Migrations­prozesse, sowohl der Arbeitsmigration, wie der Migration aus politischen Gründen und die Er­forschung von Geschichte, Ursache und Wirkung des Rassismus, insbesondere in Europa und der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus sollen bestehende Forschungsansätze, sowie kultu­relle Aktivitäten im Sinne der Völkerverständigung gefördert und deren Verbreitung und der Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse unterstützt werden, sowohl auf nationaler wie auf in­ternationaler Ebene.Der Satzungszweck wird insbesondere durch die Organisierung und Durchführung von For­schungsprojekten in nationalem und internationalem Rahmen, die Durchführung von Seminaren, Vorträgen und Arbeitsgruppen, sowie öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, bis hin zu inter­nationalen wissenschaftlichen Tagungen verwirklicht. Die Publikation eigener wie der Ergebnis­sen anderer ForscherInnen aus dem In- und Ausland dient ebenfalls der Verwirklichung des Vereinsziels.
  3. Mitgliedschaft
    1. Mitglied kann werden, wer die Zwecke des Vereins unterstützen will und die Satzung als für sich verbindlich anerkennt. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Er hat den Auf­nahmeantrag binnen eines Monats nach Zugang schriftlich zu bescheiden.Erfolgt die Entscheidung nicht einstimmig, so hat ein überstimmtes Vorstandsmitglied das Recht, an die nächste Hauptversammlung zu appellieren, um eine endgültige Entscheidung her­beizuführen. Bis dahin gilt vorläufig der Vorstandsbeschluss.
    2. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.Eine Austrittserklärung bedarf der Schriftform. Sie ist dem Vorstand gegenüber abzugeben. Ein Austritt ist nur zum Quartalsende möglich und muss spätestens zwei Monate vorher erklärt wer­den.Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Ein solcher ist vor allem gegeben, wenn das Mitglied den Zwecken des Vereins oder der Satzung gröblich zuwiderhandelt. Ein Aus­schluss erfolgt durch Beschluss der Hauptversammlung, der der Zustimmung der Mehrheit aller Mitglie­der bedarf. In dringenden Fällen kann der Vorstand die Mitgliedsrechte durch einstimmi­gen Be­schluss bis zur nächsten Hauptversammlung suspendieren.
  4. Organe des Vereins
    1. Die Hauptversammlung Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal im Jahr statt. Ihre Einberufung erfolgt durch den Vorstand mit einer Frist von drei Wochen. Für ausserordentliche Hauptversammlungen gilt dieselbe Frist. Ist die Einhaltung dieser Frist wegen der Dringlichkeit einer Entscheidung nicht möglich, so gelten die Beschlüsse der ausserordentlichen Hauptversammlung nur vorläufig, bis sie von einer weiteren, fristgemäss einberufenen Hauptversammlung bestätigt worden sind.
    2. Der VorstandDer Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Ein Vorstandsmitglied wird von der Hauptversammlung zum Kassenwart bestellt. Der Verein wird durch zwei Vorstandsmitglieder gerichtlich und aussergerichtlich vertreten. Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich festzuhalten. Der Vorstand hat die Protokolle der Hauptversammlungen, die Beschlüsse, soweit sie nicht im Proto­koll erscheinen, und die Vorstandsbeschlüsse jedem Mitglied zur Einsicht zugänglich zu machen. Alle Protokolle und Beschlüsse werden durch die Unterschrift eines Vorstandsmitgliedes beur­kundet.
    3. Die Zuständigkeit für den Abschluss eines Anstellungsvertrages mit dem Verein liegt beim Vorstand, auch dann, wenn es sich dabei um einen Anstellungsvertrag zwischen Verein und ei­nem Vorstandsmitglied handelt.
  5. Finanzen Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen aus seiner satzungsmässigen Tätig­keit und eventuellen Spenden und Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln.Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird durch die Hauptversammlung festgesetzt.Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemässe Zwecke verwendet werden. Kein Mitglied des Vereins darf lediglich wegen seiner Mitgliedschaft aus den Mitteln des Vereins irgendwelche Zu­wendungen erhalten. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismässig hohe Vergütungen begünstigt werden.Jede Ausgabe des Vereins bedarf der Genehmigung eines Vorstandsmitglieds oder einer vom Vor­stand dafür bevollmächtigten Person. Sie muss schriftlich erteilt werden. Es genügt jedoch die Un­terschrift auf dem Beleg (Rechnung u.ä.).Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  6. Satzungsänderung Für eine Satzungsänderung, die die Zwecke des Vereins erweitert, ist ein Beschluss der Hauptver­sammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder gefasst werden muss.
  7. Auflösung des Vereins
    1. Die Auflösung des Vereins oder der Wegfall seiner bisherigen Zwecke bedarf des Be­schlusses, der von einer Mehrheit von vier Fünfteln der erschienenen Mitglieder gefasst sein muss.
    2. Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vereinsver­mögen an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Kör­perschaft zwecks Verwendung für Forschung, Erziehung, Volks- und Berufsbildung oder Ziele der Völkerverständigung.
  8. Die Gründungsversammlung vom 7. Februar 1989 gilt als Hauptversammlung.


Selbstverständnis des iMiR

Das Institut für Migrations- und Rassismusforschung (iMiR) ist vor fast 25 Jahren als gemeinnütziger Verein gegründet worden. Ziel ist Ursachen und Folgen internationaler Migrationsprozesse sowie die Geschichte, Ursache und Wirkung von Rassismus, in Deutschland zu erforschen. Seit 2006 ist das iMiR auf dem Werkhof-Gelände (Vorderhaus) in Hamburg.

Was macht das iMiR?

  • qualitativ-empirische Alltagsforschung, die auf konkrete alltagsweltliche Erfahrungen aufbaut. Daraus werden Theorien, die den Möglichkeitsraum für gesellschaftliche Veränderungen in der Einwanderungsgesellschaft erkunden, entwickelt.
  • Expertisen, Recherchen und Evaluationen für europäische, nationale und Hamburger Akteure.
  • Politische Lobbyarbeit und Politikberatung (englisch: „Advocacy“)

Das iMiR ist eine NGO, die ehrenamtlich arbeitet. Forschungsprojekte werden durch ein Netzwerk von Wissenschaftler_innen in Kooperationen durchgeführt.

Selbstverständnis (Langfassung)

Das Institut für Migrations- und Rassismusforschung (iMiR) besteht seit fast 25 Jahren. Es ist 1989 als gemeinnütziger Verein, mit dem Ziel gegründet worden, Ursachen und Folgen internationaler Migrationsprozesse sowie die Geschichte, Ursache und Wirkung von Rassismus, insbesondere in Europa und der Bundesrepublik Deutschland zu erforschen. Seit 2006 haben wir unsere Büroräume auf dem Werkhof-Gelände in Hamburg, im Vorderhaus, in dem auch die Werkstatt 3 sitzt.

  • Neben einzelnen Grundlagenforschungen erstellt das Institut für Migrations- und Rassismusforschung Expertisen, Recherchen und Evaluationen für europäische, nationale und Hamburger Akteure im Feld der Migrations-, Integrations- und Anti-Rassismusarbeit.
  • Von besonderer Wichtigkeit in der forscherischen Arbeit des iMiR ist die Methodologie der qualitativen Sozialforschung, weil sie einen Zugang zur Lebenswelt von Migrant/-innen und von Rassismus und Ausgrenzung Betroffenen schafft. Auf der Grundlage qualitativ-empirischer Alltagsforschung, die auf die konkrete alltagsweltliche Erfahrungen fokussiert, entwickelt das Institut gesellschaftswissenschaftliche Theorien, die den Möglichkeitsraum für gesellschaftliche Veränderungen im Kontext von Migration und Einwanderungsgesellschaft erkunden.
  • Darüber hinaus ist es Ziel des iMiR eigene wie Forschungsergebnisse anderer Forscher/-innen in den Bereichen Migration und Rassismus zu verbreiten. Das Institut legt neben der forscherischen Arbeit großen Wert auf die Vermittlung zwischen Forschung und Praxis, d.h. auf die Aufarbeitung und Bekanntmachung von Foschungsergebnissen für Akteure in Politik und Verwaltungen, in zivilgesellschaftlichen Netzwerken und Migrantenorganisationen, in Schulen, in der Jugend- und der Politischen Bildung sowie in Beratungs- und Qualifizierungseinrichtungen. Neben Veröffentlichungen führt das Institut zu diesem Zweck Veranstaltungen und Seminare für diese Akteure durch. Politische Lobbyarbeit und Politikberatung (im englischsprachigen Raum würde man eher von „Advocacy“ sprechen) im Feld von Anti-Diskriminierungs- und Anti-Rassismus-Arbeit ist ein weiterer Tätigkeitsbereich des iMiR.
  • Als Institution, die wissenschaftliches Arbeiten und die Arbeit einer NGO vereint, ist die Sicherung der Unabhängigkeit von besonderer Bedeutung. Daher hat das iMiR keine regelhafte, institutionelle Finanzierung durch staatlich oder private Geldgeber und strebt diese auch nicht an. Das Institut finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und durch für (Forschungs)Projekte eingeworbene Mittel.
  • Die NGO-Tätigkeiten und die Verwaltungsaufgaben werden vom Institut ehrenamtlich erbracht, Forschungsprojekte werden in Kooperation mit anderen Institutionen und einem Netzwerk von Wissenschaftler_innen, die auf freiberuflicher Basis projektbezogen für das iMiR tätig sind, realisiert.
  • Diese projektbezogene Arbeit wird durch unsere nationale, wie internationale Vernetzung befördert. So ist das iMiR Mitglied im advd, dem Antidiskriminierungsverband Deutschlands, dem Netz gegen Rassismus in Deutschland (NgR) und im Europäischen Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) und ist über die Internationale Soziologische Assoziation (ISA) weltweit mit anderen Wissenschaftler_innen vernetzt.