ENAR-Schattenberichte

Die ENAR Schattenberichte umfassen einen Zeitraum von 12 Monaten. Sie sind keine wissenschaftliche Studie über den Zustand des Rassismus oder diskriminierender Praktiken in den EU-Mitgliedstaaten, sondern eine Zusammenstellung von Informationen und Daten von seinen Mitgliedsorganisationen, einem großen Netz von NGOs, die den Anti-Rassismus, den Schutz der Menschenrechte, die rechtlichen Zugänge und sonstige Unterstützungformen für diejenigen, die Diskriminierung, Ungleichbehandlung und Ausgrenzung in der Europäischen Union ausgesetzt sind, untersucht.

Rassismus ist eine Realität, die in das Leben von vielen ethnischen und religiösen Minderheiten in der EU tief eingreift. Allerdings sind das Ausmaß und die Erscheinungsformen dieser Realität oft unbekannt und nicht dokumentiert, vor allem in offiziellen Datenquellen, so dass es schwierig sein kann, die Situation zu analysieren und Lösungen zu finden. Selbst dort, wo umfangreiche offiziellen Daten exisiteren, bieten NGOs eine wichtige alternative Datenquelle, die direkt aus Erfahrungen von Individuen und Gemeinschaften, die Rassismus auf einer täglichen Basis erleben, berichten.

Die ENAR Schattenberichte gibt es, um die Lücken in den offiziellen und akademischen Daten zu füllen, um eine Alternative zu diesen Daten zu bieten und eine NGO Sicht auf die Realität des Rassismus in der EU und seiner Mitgliedstaaten bieten. NGO-Berichte basieren von ihrer Natur, auf viele Datenquellen, offiziellen, inoffiziellen, akademischen und individuelle Erfahrungen. Dies ermöglicht den Zugriff auf Informationen, die zwar manchmal nicht den akademischen Standards genügen, doch sie bieten die Perspektive derjenigen, die direkt mit den von Rassismus betroffenen arbeiten.Es ist dies, was den NGO-Berichten ihren Mehrwert gibt und sie ergänzen die akademische und offizielle Berichterstattung.


ENAR’s Shadow Reports cover a period of 12 months. They are not a scientific study of the state of racism or discriminatory practices in EU Member States, but a compilation of information and data collected by its member organisations, a vast network of NGOs working on anti-racism, the protection of human rights and the provision of legal and other support to those facing discrimination, unequal treatment and marginalisation in the European Union.

Racism is a reality in the lives of many ethnic and religious minorities in the EU. However, the extent and manifestations of this reality are often unknown and undocumented, especially in official data sources, meaning that it can be difficult to analyse the situation and to establish solutions to it. Even where there is extensive official data, NGOs offer a vital alternative data source that comes directly from experiences of those individuals and communities experiencing racism on a daily basis.

The ENAR Shadow Reports are produced to fill the gaps in the official and academic data, to offer an alternative to that data and to offer an NGO perspective on the realities of racism with the EU and its Member States. NGO reports are, by their nature, based on many sources of data, official, unofficial, academic and experiential. This allows access to information which, while sometimes not backed up by the rigours of academic standards, provides the vital perspective of those that either are or work directly with those affected by the racism that is the subject of the research. It is this that gives NGO reports their added value, complementing academic and official reporting.

Allgemeine thematische Abfrage ENAR Schattenbericht 2012

Das iMiR erstellt wie in jedem Jahr für ENAR einen Bericht zur Situation der von Rassismus betroffenen Gruppen in Deutschland für das Jahre 2012. Diese thematische Abfrage soll uns helfen einen allgemeinen Sachstand für Deutschland zu ermitteln. Bitte helfen Sie uns, indem Sie uns die Ihnen verfügbare Information zur Verfügungen stellen und uns übermitteln.


Vielen Dank

Dr. Andreas Hieronymus

und das iMiR-Shadowreport Team

*Hier geht es um Veränderungen und Trends im rechtlichen, sozialen und politischen Bereich bezüglich Rassismus und Diskriminierung im Zeitraum März 2011-Februar 2012.

*Welche Rolle spielt Mehrfachdiskriminierung dabei?

Bitte zutreffendes ankreuzen (auch Mehrfachnennungen sind möglich).

*Beispiele: Kreditvergabe, Zugang zu Diskotheken oder Bars usw.

*Wenn es hierfür aktuelle Flyer oder Informationen gibt, bitte gerne im nächsten Feld hochladen. Danke.

Schattenberichte 2011

Pressemitteilung: Wirtschaftliche Rezession verstärkt Rassismus und rassistische Diskriminierung in Europa

Hamburg, 21.03.2012- Die Wirtschaftskrise hat negative Auswirkungen auf Migranten und ethnische Minderheiten, da sie besonders anfällig für Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeitsbedingungen sind. Die wirtschaftliche Rezession verbreitet außerdem Angst in der allgemeinen Öffentlichkeit, die rassistisches Verhalten auslöst und führte zu finanziellen Einschnitten in der Anti-Rassismus-Arbeit in vielen Ländern, mit der Folge, dass es weniger Aktivitäten zur Bekämpfung von Rassismus und Xenophobie gibt. Hier nun einige Schlussfolgerungen aus dem ENAR-Schattenbericht über Rassismus in Europa 2010-2011, herausgegeben am Internationalen Tag gegen Rassismus.


Der Bericht, der auf gesammelten Daten anti-rassistischer Nichtregierungsorganisationen in ganz Europa beruht, macht darauf aufmerksam, dass ethnische und religiöse Minderheiten mit Diskriminierung und Ausschluss in Europa in allen Bereichen des Lebens konfrontiert sind: vom Arbeitsmarkt bis zur Bildung, vom Wohnungsmarkt zur polizeilichen Betreuung. In Spanien wurde zum Beispiel ein Mann mit Migrationshintergrund entlassen, weil er einen Arbeitsvertrag verlangte, nachdem er für zwei Monate neun Stunden am Tag, sechs Tage die Woche für einen Lohn von 600 Euro gearbeitet hatte. In Rumänien ist die Lebenserwartung von Roma zehn Jahre weniger als die der anderen Europäer und fast die Hälfte von der Roma-Kinder erhält keine angemessene Impfung.


Rassistisch motivierte Gewalt, die sowohl von Neo-Nazi Gruppen als auch von anderen Tätern verübt wurde, ist gleichzeitig mit einem wachsenden Erfolg von rechtsextremistischen Parteien, zum Beispiel im Vereinigten Königreich, Dänemark, Ungarn, Griechenland und Polen, verbunden.


Der Bericht beleuchtet außerdem, dass Leute afrikanischer Abstammung in verschiedenen EU Mitgliedsstaaten besonders anfällig für Rassismus und rassistische Diskriminierung sind und ihre Sichtbarkeit verstärkt diese Verletzbarkeit. Im Vereinigten Königreich werden „Schwarze“ zum Beispiel mit mindestens sechs Mal größerer Wahrscheinlichkeit angehalten und durchsucht als Weiße. In Spanien lehnten es 36,8% der Vermieter ab, an Afrikaner aus südlichen Gebieten der Sahara zu vermieten.


Der deutsche Schattenbericht stellt fest, dass Afro-Deutsche auf dem Arbeitsmarkt stärker von Diskriminierung betroffen sind als europäische Einwanderer oder Einwanderer mit türkischem Hintergrund.


Auch auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland sind Menschen afrikanischer Herkunft oft vermehrt von Diskriminierung betroffen.


Obwohl die EU-Mitgliedsstaaten das EU-Antidiskriminierungsgesetz umgesetzt haben, wurden wenige Fälle vorgebracht und gesetzliche Bestimmungen werden oft nicht in die Praxis umgesetzt. Des Weiteren gibt es in vielen EU-Staaten eine Verschiebung hin zu restriktiverer Migrationspolitik, in denen Staaten nicht nur versuchen mehr Kontrolle über ihre Grenzen zu bekommen, sondern auch über das Recht in dem EU-Gebiet zu leben.


ENAR-Präsident Chibo Onyeji sagte: „Heute, am Internationalen Tag gegen Rassismus, ist es besonders beunruhigend zu sehen, dass Rassismus und Diskriminierung in der EU weiterhin so weit verbreitet sind. Politiker müssen Führungskraft zeigen und die Botschaft vermitteln, dass gleicher Zugang zu Jobs, Wohnungen und Schulbildung entscheidend sind, um eine erfolgreiche und inklusive Gesellschaft zu bauen, umso mehr in einer Wirtschaftskrise. Wir können es uns nicht leisten, ganze Teile der Bevölkerung im Abseits zu lassen.“


Für mehr Informationen


Deutschland: Dr. Andreas Hieronymus, Tel. ++49-40-4305396, e-mail: office@imir.de, www.imir.de


Europa: Georgina Siklossy, Communication and Press Officer

Tel: +32 (0)2 229 35 70 - E-mail: georgina@enar-eu.org - Website: www.enar-eu.org


Anmerkungen zum Herausgeber


  1. Das europäische Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) ist ein Zusammenschluss von mehr als 700 NGOs, die daran arbeiten, Rassismus in allen EU-Mitgliedsstaaten zu bekämpfen. ENAR hat das Ziel, Rassismus, rassistische Diskriminierung, Xenophobie und damit verbundene Intoleranz zu bekämpfen und Gleichbehandlung zwischen EU-Mitgliedern und Drittstaatenangehörigen zu fördern.
  2. Der ENAR-Schattenbericht zu Rassismus in Europa greift auf 27 nationale Schattenberichte zurück, die von den ENAR-Mitgliedern erstellt wurden. Er identifiziert für Rassismus anfällige Gruppen und bietet einen Überblick über Erscheinungsformen von Rassismus in vielen verschiedenen Bereichen, ebenso wie eine Einschätzung des gesetzlichen und politischen Kontext.
  3. Am 21. März 1960 wurden 69 schwarze Demonstranten bei einem friedlichen Protest gegen Apartheitsgesetze in Südafrika getötet. Deswegen wurde der 21. März 1966 von der UN als „Internationaler Tag für die Abschaffung von rassistischer Diskriminierung“ erklärt.


AnhangGröße
ENAR-European_Shadowreport_english.pdf1.92 MB
ENAR-German_Shadowreport_english.pdf1.27 MB

Liste aller Europäischer Schattenberichte 2011

ENAR published a European and 27 country-specific Shadow Reports in March 2012, with the support of PROGRESS (2007-2013), the Joseph Rowntree Charitable Trust, the Open Society Foundations and ENAR Foundation

To order a hard copy in English or French of the Racism in Europe report 2010/11, contact: info@enar-eu.org

 


National Shadow Reports 2010/11:


Schattenberichte 2009/2010

2009/2010 Schattenbericht zu Rassismus in Europe

ENAR erstellte 27 länderspezifische Schattenberichte für das Jahr 2010. Die Berichte erzählen von den vielen Gesichtern des Rassismus und der Diskriminierung in Europa. Sie erzählen von der rechtlichen und der lokalen Ebene, von der Politik und der Praxis. Sie stellen eine Zusammenstellung von Daten aus einer Grassroots-Perspektive dar, die von einem großen Netzwerk erstellt wurden.

Die Schattenberichte wurden durch den Joseph Rowntree Charitable Trust und der Open Society Foundations unterstützt.

Racism in Europe - ENAR Shadow Report 2009/2010

Um eine Druckausgabe des Berichts Rassismus in Europa in Englisch oder Französisch zu erhalten konktaktieren Sie: info@enar-eu.org

Nationale Schattenberichte 2009/2010:


Schattenbericht Deutschland 2009/2010

ENAR’s Europäischer Schattenbericht: Das Ende des Rassismus ist noch weit weg

Antidiskriminierungskultur in Deutschland entwickelt sich langsam

Pressemitteilung, 21. März 2011

Daten, die von der anti-rassistischen Zivilgesellschaft quer durch Europa gesammelt wurden verweisen auf auf rassistische Praktiken in auf vielen Feldern, wie z.B. Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, Bildung, Gesundheit, Polizei, Zugang zu Waren und Dienstleistungen und Medien. Der Schattenbericht beleuchtet auch, dass Extremismus und rassistische Gewalt auf dem Vormarsch in Europa sind. Barrieren verhindern eine effektive Gleichberechtigung, gerade auch in Zeiten der Finanzkrise. Hier einige der Hauptpunkte der Berichte:


Der Europäische Schattenberichte setzt sich aus 27 nationalen Schattenberichten zusammen, die von den ENAR-Mitgliedsorganisationen quer durch die Europäische Union, diesmal inklusive Kroatien, erstellt wurden. Auch für Deutschland wurde ein Schattenbericht erstellt. Die Berichte identifizieren besonders von Rassismus betroffene Gruppen und präsentieren einen Überblick über rassistische Praktiken, aber bewerten auch rechtliche und politische Kontexte und die Reaktionen der Regierungen darauf.


Der Europäische Schattenbericht von ENAR zeigt, dass quer durch Europa ethnische und religiöse Minderheiten weiterhin unter Diskriminierung und Ausschluss leiden. Roma in Europa, Asylsuchende, Muslime, Juden und Menschen afrikanischer Herkunft leiden unter sozialem Ausschluss, aber haben auch verschiedene Schwierigkeiten in allen Lebensbereichen, vom Arbeitsmarkt bis zur Bildung, vom Wohnungsmarkt bis zur Polizei.


Der Bericht zeigt aber auch Bereiche in denen es Verbesserungen gab, z.B. durch die positive Wirkung der Europäischen Antidiskriminierungsgesetzgebung, welche rassistische und religiöse Diskriminierung nun zu einem gesetzlichen Tatbestand machte. Aber dennoch zeigt der Bericht auch, das die Gesetzgebung alleine nicht ausreicht und dass zusätzliche Maßnahmen getroffen werden müssen um zu verhindern, dass Diskriminierung nicht in der alltäglichen Praxis auftaucht. Das Anwachsen rechter Organisationen und von Parteien, nicht nur am gesellschaftlichen Rand sondern in der Mitte der Europäischen Gesellschaften, die offen rassistische Ressentiments ansprechen, hat einen direkten negativen Effekt auf die Integration von MigrantInnen und ethnischer Minderheiten in Europa.


Für Deutschland wurden u.a. folgende Befunde festgestellt:

  • Im Bereich der Beschäftigung wurde der Nachweis geführt, dass Personen mit Migrationshintergrund unabhängig von ihrer Qualifikation Diskriminierung im Zugang zum Arbeitsmarkt erfahren. Die Abwanderung von hoch qualifizierten Personen mit Migrationshintergrund in die Türkei, die auf Diskriminierung zurück zu führen ist, steigt. Die Nicht-Anerkennung ausländischer Abschlüsse bleibt weiterhin ein großes Problem.
  • Die Medien haben begonnen über Diskriminierung zu berichten. Über Rassismus wird jedoch nur auf öffentlichen oder internationalen Druck hin berichtet. Stereotypien und Hassreden gegen den Islam sind verbreitet und sogenannte "Islamkritiker" bekommen regelmäßig ein breites öffentliches Forum. Ein öffentliches Forum für andere Perspektiven wird nicht geboten, mit der Folge, dass Muslime sich von Mainstream-Medien abwenden.
  • Aktuelle Studien legen nahe, dass es eine große Anzahl von Diskriminierungsfällen gegen ethnische Minderheiten gibt, die von Betroffenen nicht gemeldet werden. Erste Gerichtsurteile zum Thema Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu Waren, Dienstleistungen und Wohnungen wurden gefällt.

Chibo Onyeji, der Präsident von ENAR sagte: “Die Berichte zeigen, dass Europa weit davon entfernt ist ohne Rassismus zu sein. Wir müssen noch einen weiten Weg gehen um eine effektive Gleichheit für alle erreicht zu haben. Die Berichte beleuchten die Notwendigkeit sich weiter auf die Bekämpfung des Rassismus zu konzentrieren und die Gleichbehandlung aller Unionsbürger und Drittstaatsangehörigen, besonders in Zeiten wo es eine sehr negative Sichtweise von MigrantInnen gibt und wo Menschen, die als Migranten wahrgenommen werden, als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Deswegen fordern wir von den EU-Entscheidungsträgern eine gemeinsame Europäische Initiative um das Problem des Rassismus zu adressieren”.


Das Europäische Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) ist ein Netzwerk von Europäischen Nichtregierungsorganisation die gemeinsam Rassismus in allen EU-Staaten bekämpfen. ENAR repräsentiert mehr als 700 Nichtregierungsorganisation verteilt über die ganze Europäische Union. Es wurde 1997 im Europäischen Jahr gegen Rassismus gegründet. Es zielt auf die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie und fördert die Gleichbehandlung von EU-Bürger und Drittstaatsangehörigen. Das Netz gegen Rassismus, für gleiche Rechte (NgR) ist die deutsche Sektion für ENAR. Das NgR ist ein loser Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, die gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung arbeiten. Sie tun dies in ihrer individuellen Kapazität als auch in der Kooperation innerhalb des Netzes.

Die Schattenberichte finden Sie auch unter www.enar-eu.org und www.netz-gegen-rassismus.de.

AnhangGröße
ENAR Deutscher Schattenbericht 2009-10.pdf1.13 MB
Pressemitteilung zum NgR Schattenbericht Deutschland.pdf86.42 KB

Sonderstudie "Ethnic Profiling"

Historically “ethnic profiling” goes back to “parole prediction”, which applied the same methods as the risk assessment of new applicants in insurance companies, where group-traits were used to make predictions. First profiles were developed in the 1960's. Since then different styles of profiling have developed. Formal profiles and less structured, informally collected data, which is not systematically analysed and which is increasingly being used in contemporary policing. Predictive profiles contain variables such as “race”, religion or skin colour. The underlying assumption is that by including ethnicity in a criminal profile, this increases the efficiency of law enforcement.

In Germany two aspects of ethnic-profiling can be distinguished. Informal Profiling which covers everyday routines of police-officers, like identity checks, normal stop and search and Formal Profiling covering dragnets (“Rasterfahndung” and “Schleierfahndung”), controls without any suspicion (“Verdachtsunabhängige Kontrollen”) and airport controls. “Ethnic monitoring” is different to “ethnic profiling” because it is used with the individual’s permission, according to national and European data protection regulations and gathers sensitive information for statistical reasons5. The discussion on ethnic data collection is a sensitive topic in Germany, but meanwhile a wider public sees the need for some kind of ethnic data collection to make (indirect) discrimination visible6. In the absence of officially available ethnic data all kinds of proxies and work-around are used, which are open for misuse. There is evidence that “ethnic profiling” takes places, but officially it is denied. The presented report has the purpose to find new evidence about “ethnic profiling” in Germany, which goes beyond the information provided in the OSJI-report on ethnic profiling7, which includes developments and data before 2007 and has a strong focus on formal profiling in Germany.


Die Studie zu Deutschland (in Englisch) können Sie hier runterladen:

AnhangGröße
ENAR Ethnic Profiling Supplement Germany.pdf725.72 KB

Sonderstudie Rassistische Gewalt in Europa

Sonderstudie Rassistische Gewalt in Europa / Racist Violence in Europe

 

Autor: Paul Iganski, Universität von Lancaster

 

Länderberichte (nur auf Englisch verfügbar / only in English, some in French):


Die Sonderstudie zu Deutschland auf Englisch können Sie auch hier direkt runterladen.

AnhangGröße
Racist Violence Report Germany - online.pdf379.76 KB

Schattenberichte 2008

2008 Shadow Reports on Racism in Europe

ENAR produced 22 country-specific Shadow Reports in 2009. The reports deal with the many faces of racism and discrimination in Europe at both legislative and local level, from policy to practice. They are a compilation of grassroots data collected by a large network of NGOs.


Supported by a grant from Compagnia di San Paolo and the Joseph Rowntree Charitable Trust.


Racism in Europe - ENAR Shadow Report 2008

To order a hard copy in English or French of the Racism in Europe report 2008, contact: info@enar-eu.org

 

National Shadow Reports 2008:


Schattenberichte 2007

2007 Shadow Reports on Racism in Europe

ENAR produced 25 country-specific Shadow Reports in 2008. The reports deal with the many faces of racism and discrimination in Europe at both legislative and local level, from policy to practice. They are a compilation of grassroots data collected by a large network of NGOs.

Supported by a grant from Compagnia di San Paolo and the Open Society Institute.

To order a hard copy in English or French of the Racism in Europe report 2007, contact: info@enar-eu.org

National Shadow Reports 2007:


Schattenbericht 2007 (dt. Zusammenfassung)

Nationale Empfehlungen des ENAR Schattenbericht 2007 - Rassismus in Deutschland

Im ersten Teil des Schattenberichts werden die von Rassismus betroffenen Personengruppen beschrieben.

Im zweiten Teil werden die Erscheinungsformen von Rassismus und religiöser Diskriminierung in acht verschiedenen Bereichen untersucht:


  • Beschäftigung
  • Wohnungsmarkt
  • Bildung
  • Gesundheit
  • Polizeiarbeit und ethnische Rasterfahndung
  • Rassistisch motivierte Gewalt und Verbrechen
  • Zugang zu Gütern und Dienstleistungen im öffentlichen und privaten Sektor
  • Medien, inklusive Internet

Im dritten Teil werden der politische/gesetzliche Kontext erörtert und nationale Empfehlungen formuliert:

  • Antidiskriminierung:
  1. Echte Unabhängigkeit der Antidiskriminierungsstelle (ADS) von Parteipolitik und Wirtschaftsinteressen.
  2. Positive Image-Kampagne für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
  3. Europarechtskonforme Nachbesserung des AGG und Unterstützung einer einheitlichen EU-Richtlinie, die alle Diskriminierungsgründe umfasst.
  • Migration und Integration:
  1. Etablierung einer glaubwürdigen Integrationspolitik, welche die Kluft zwischen Anspruch (Integrationsgipfel, Islamkonferenz) und Wirklichkeit (Verschärfung Ehegattennachzug, Muslime als terroristische Gefahr) schließt.
  2. Weg von der Nutzung der Deutschkenntnisse als Ausgrenzungsinstrument hin zur Förderung von Kommunikationsfähigkeit in einer mehrsprachigen Gesellschaft.
  • Strafjustiz:
  1. Positive Darstellung des unter deutscher EU-Präsidentschaft erreichten EU-Rahmenbeschlusses zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
  2. Öffentliche Diskussion zum Verhältnis von Rassismus und Rechtsextremismus. Rassismus ist kein Randphänomen sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft.
  • Terrorismusbekämpfung:
  1. Offizielle Entschuldigung der Bundesregierung bei Khaled El-Masri (durch CIA entführt) und bei Murat Kurnaz (Guantanamo-Häftling)
  2. Entschädigungszahlung für erlittenes Leid.
  • Ethnische Rasterfahndung:
  1. Stärkung des Datenschutzes und des Bürgerrechts auf informationelle Selbstbestimmung unter Bedingungen moderner IT-Technologie.
  2. Öffentliche Diskussion über Aus- und Rückwirkungen der deutschen Außenpolitik in Rahmen des “Krieges gegen den Terror” auf die Gefährdungslage in Deutschland.
  • Soziale Inklusion:
  1. Erweiterung des Integrationsbegriffes auf den Gesamtzusammenhang einer inklusiven Gesellschaft. Neben den Integrationskursen muss es auch eine wirkliche Integration in den Arbeitsmarkt und einen Zugang zur Bildung geben.
  2. Identifizierung von Barrieren, die durch Privilegierte zum Schutz der eigenen Gruppe aufrechterhalten werden.


Autoren:

Dr. Ülkü Güney und Dr. Andreas Hieronymus

unter Mitarbeit von Ines Fögen

iMiR – Institut für Migrations- und Rassismusforschung


Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, e-mail: office(at)imir.de


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Germany - SR 2007.pdf941.05 KB

Schattenberichte vor 2007

Previous Shadow Reports

 2006 Shadow Reports on Racism in Europe

ENAR produced 26 country-specific Shadow Reports in 2007. In addition to this, ENAR has published an EU-wide Shadow Report identifying trends concerning the phenomenon of racism in the EU during 2006. The reports deal with the many faces of racism and discrimination in Europe at both legislative and local level, from policy to practice. They are a compilation of grassroots data collected by a large network of NGOs.

Supported by a grant from Compagnia di San Paolo and from Foundation Open Society Institute (Zug).

To order a hard copy in English or French of the Racism in Europe report 2006, contact: info@enar-eu.org

 2005 Shadow Reports on Racism in Europe

ENAR produced 20 country-specific Shadow Reports in 2006, as well as a report on Islamophobia in Europe. In addition to this, ENAR again published an EU-wide Shadow Report identifying trends concerning the phenomenon of racism in the EU during 2005. The reports deal with the many faces of racism and discrimination in Europe at both legislative and local level, from policy to practice. They are a compilation of grassroots data collected by a large network of NGOs.

To order a hard copy in English or French of the Racism in Europe report 2005, contact: info@enar-eu.org


2004 Shadow Reports on Racism in Europe

ENAR produced 13 country-specific Shadow Reports in 2005, with a supplementary report on the Roma in the EU. For the first time, ENAR also published an EU-wide Shadow Report identifying trends concerning the phenomenon of racism in the EU during 2004. The reports deal with the many faces of racism and discrimination in Europe at both legislative and local level, from policy to practice. They are a compilation of grassroots data collected by a large network of NGOs. The Compagnia di San Paolo supported the production of the 2004 Shadow Reports.

To order a hard copy in French of the Racism in Europe report 2004, contact: info@enar-eu.org (the English version is out of stock)

2003 Shadow Reports on Racism in Europe

Published in 2004

2002 Shadow Reports on Racism in Europe

Published in 2003

2001 Shadow Reports on Racism in Europe

Published in 2002